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  • Fedor - Autor bei Paper Black

So gelingt das Zeitmanagement bei Deinen wissenschaftlichen Arbeiten

Aktualisiert: 18. Sept. 2023

Wer eine wissenschaftliche Arbeit schreiben möchte, steht vor einer gewaltigen Aufgabe. Das Projekt umfasst die Planung, die Recherche, die Erhebung von Daten und das Verfassen des Textes. Daher ist es wichtig, sich mit dem Zeitmanagement zu beschäftigen. Ein gelungenes Zeitmanagement sorgt für eine klare Übersicht, ein strukturiertes Arbeiten und hilft dabei, einen Schritt nach dem anderen zu gehen. Dieser Artikel zeigt Ihnen Wege für das Zeitmanagement ihrer Hausarbeit oder Abschlussarbeit auf, damit Sie Ihr Studium professionell abschließen können.


Zeitmanagement ist notwendig und zahlt sich aus

Wenn es Ihnen gelingt, Ihre Zeit optimal einzuteilen und im Blick zu behalten, zahlt sich dies aus. Je organisierter Sie arbeiten, desto mehr Zeit steht Ihnen noch zur Verfügung. Dies wiederum bedeutet, dass Sie umso entspannter an die Aufgaben herangehen, die auf Sie warten. Zeitdruck und Stress können sich negativ auf die Leistung auswirken. Zeitmanagement ist eine wichtige Form des Selbstmanagements, denn sie steuert Sie durch den Prozess Ihrer wissenschaftlichen Arbeit und verschafft Ihnen Ruhe und Entspanntheit. (Voss, 2020, S. 49).


Der Zeitplan sorgt für den Überblick

Entwickeln Sie für Ihr Zeitmanagement am besten zu Beginn einen Zeitplan. Der Zeitplan stellt sicher, dass Sie Ihren Abgabetermin einhalten werden und dass die Arbeit insgesamt nicht ausufert. Durch ihn erkennen Sie sofort, wenn Sie zeitlich in Verzug geraten. Dann können Sie gegensteuern, indem Sie beispielsweise Nachtschichten einlegen oder den Arbeitstag verlängern. Der Zeitplan hilft also, Stress zu vermeiden – vor allem gegen Ende der Frist. Der Zeitplan schenkt allen Arbeitsschritten Beachtung weist ihnen Zeiträume zu. In der Regel beträgt die Bearbeitungszeit einer Abschlussarbeit ungefähr vier Monate. Diese Phase müssen Sie einteilen, wobei Sie die einzelnen Zeitabschnitte natürlich nur ungefähr angeben. Die letzten Arbeitsschritte sollten etwas großzügiger mit Zeit ausgestattet sein, damit der Abgabetermin nicht in Gefahr gerät (Plümper, 2012, S. 60).


Die ALPEN-Methode ist eine bewährte Technik für das Zeitmanagement

Die ALPEN-Technik bedeutet, das Zeitmanagement mit To-do-Listen zu organisieren. Der Name setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der einzelnen Arbeitsschritte zusammen, die Sie bei dieser Methode durchlaufen. (Folz, 2020, S. 14). Was dahintersteckt, entdecken Sie in der folgenden Tabelle:


Tabelle 1: ALPEN-Technik in fünf Arbeitsschritten

Aufgaben und Termine aufschreiben

Notieren Sie zunächst, was Sie tun müssen. Erfassen Sie neue Aufgaben, Dinge, die noch zu erledigen sind und Termine. Planen Sie auch Pausen mit ein.

Länge einschätzen und aufschreiben

Kreisen Sie die Aufgaben näher ein, indem Sie einschätzen, wie lange Sie für die einzelnen Aufgaben brauchen werden. Schreiben Sie die jeweilige Zeit hinter die Aufgaben. Planen Sie möglichst genug Zeit ein. Seien Sie also großzügig.

Puffer einkalkulieren

Wichtig: Verplanen Sie niemals mehr als 60 Prozent Ihrer Zeit. So bleibt Zeit für unvorhergesehene Aufgaben. Ihr Zeitplan sollte regelmäßig Pufferzeiten enthalten. Beginnen Sie am besten damit, 50 Prozent der Zeit, die Ihnen als Arbeitszeit zur Verfügung steht, nicht zu verplanen. Dann können Sie hinterher prüfen, wie Sie zurechtgekommen sind.

Entscheidungen fällen

Wissenschaft ist ein weites Feld. Es gibt wahrscheinlich unendlich viele Dinge, Aufgaben und Teilaspekte, die Sie für Ihre Arbeit bearbeiten könnten. Sie müssen also Entscheidungen treffen, was für Ihr Projekt wirklich wichtig ist. Dabei gehen Sie nicht nur nach den eigenen Interessen vor, sondern orientieren sich streng an der Fragestellung der Arbeit.

Nachprüfen

Nach jedem Arbeitstag sollten Sie sich anhand Ihrer To-do-List vergewissern, was Sie geschafft haben und wie viel. Was nicht erledigt werden konnte, kommt auf die To-do-List des nächsten Tages. Lässt sich vielleicht etwas komplett streichen? Hinken Sie Ihrem Zeitplan hinterher, verringern Sie die kommenden Aufgaben und planen Sie mehr Pufferzeiten ein.

Quelle: In Anlehnung an Folz, 2020, S. 15.

 

Zeitmanagement zum Erreichen von Zielen bei Deinen wissenschaftlichen Arbeiten

Das Zeitmanagement bei Deinen wissenschaftlichen Arbeiten sollte dem Erreichen konkreter Ziele dienen. Wenn Sie sich Ziele setzen, wissen Sie, wohin Handlungen führen sollen. Damit geben Sie sich selbst Impulse und strukturieren den Zeitplan in sinnvolle Abschnitte. Auch ein Arbeitstag lässt sich in Ziele einteilen. Ziele müssen aber richtig formuliert sein. Sie planen sie am besten mit der SMART-Regel. Auch diese Bezeichnung ist eine Abkürzung für die zentralen Begriffe, auf denen die Regel fußt. Die folgende Tabelle stellt die SMART-Regel dar:


Tabelle 2: SMART-Regel

S

Die Ziele, die Sie sich setzen, müssen simpel und speziell sein. In ihrer Einfachheit liegt der Schlüssel zur Klarheit und zu einem guten Überblick. So werden Ziele leicht nachvollziehbar. Wenn Ziele speziell sind, ist ihr Zielfokus sichergestellt.

M

Ziele sollten sich messen lassen. Wenn Ziele so abstrakt sind, dass sie sich nicht überprüfen lassen, sind sie nutzlos.

Es gibt z. B. quantitative Messungen für Ziele. Nehmen Sie sich beispielsweise vor, an einem Tag vier Seiten für Kapitel 3 zu scheiben. Andere Ziele gelten nach Erreichen schlicht als erledigt. Beispiel: Die Einleitung ist geschrieben.

A

Schreiben Sie Ihre Ziele anspruchsvoll auf. Ist ein Ziel zu leicht zu erreichen, wirkt es nicht motivierend. Ziele sollten also Herausforderungen sein. Eine Seite Text in einer Woche zu schreiben, ist keine solche.

R

Ziele sollten zwar herausfordernd, aber dennoch realistisch sein. Der Anspruch muss erfüllbar und das Ziel erreichbar bleiben. Wer zu ambitioniert plant, verschafft sich Niederlagen, die demotivierend wirken.

T

Ziele sollten terminiert werden. Nur dann sind sie verbindlich und lassen sich messen. Nehmen Sie sich beispielsweise vor, das Methodenkapitel Ihrer Arbeit bis zu einem bestimmten Datum fertigzustellen. Dieser Zeitpunkt sollte eine Herausforderung, aber auch realistisch sein.

Quelle: In Anlehnung an Voss, 2020, S. 52.


Quellen:

Folz, K. (2020): Zeitmanagement bei der Abschlussarbeit. Perfektes Timing für die Bachelor- und Masterthesis. Wiesbaden. Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH


Plümper, T. (2012): Effizient schreiben. Leitfaden zum Verfassen von Qualifizierungsarbeiten und wissenschaftlichen Texten. München. Oldenbourg Wissenschaftsverlag


Voss, R. (2020): Wissenschaftliches Arbeiten … leicht verständlich. München. UVK Verlag



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